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Psychodynamische Diagnostik in der klinischen Anwendung I

 

STUDIENINFORMATION UND AUFKLÄRUNG

 

Studie: „Psychodynamische Diagnostik in der klinischen Anwendung“

 

1. Studieninformation und Aufklärung

Sehr geehrte:r Studieninteressent:in,

vielen Dank für Ihr Interesse an der Teilnahme an dieser Studie! Für die Teilnahme müssen Sie mindestens 18 Jahre alt sein und gute Deutschkenntnisse besitzen, was durch Ihr Verständnis der folgenden Informationen und der Aufklärung gewährleistet ist. Lesen Sie diese bitte sorgfältig durch. Sie können dann entscheiden, ob Sie teilnehmen möchten oder nicht. Lassen Sie sich dafür ausreichend Zeit.

 

1.1. Was ist „psychodynamische Diagnostik“ und welches Ziel verfolgt die Studie?

Das Ziel der Studie ist es zu verstehen, wie unsere Persönlichkeit mit Aspekten der Steuerung eigener Gedanken und Gefühle sowie mit Aspekten des Umgangs mit zwischenmenschlichen Beziehungen und deren Steuerung in Verbindung steht. Wir untersuchen, wie es sich unterscheidet, wie sich jemand selbst sieht und wie er von anderen wahrgenommen wird – wie sich die Selbstsicht von der Fremdsicht auf unsere Persönlichkeit unterscheidet. Dies ermöglicht uns unter anderem das international etablierte diagnostische Verfahren Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik (OPD). Der Begriff der Operationalisierung beschreibt die Messbarmachung der geschilderten Vorgänge. Die Psychodynamik beschäftigt sich mit den Eigenschaften und Wechselwirkungen psychischer Kräfte, um zu verstehen, wie jemand sich und andere erlebt und wie er sich verhält. Mit Diagnostik meint man das Bestreben, die zugrundeliegenden Prozesse zu beschreiben. Die Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik (OPD) steht sowohl in Form eines persönlichen Interviews als auch als Fragebögen zur Verfügung. Mithilfe zusätzlicher Fragebögen untersuchen wir verschiedene Aspekte von Persönlichkeitsmerkmalen. Wir möchten Erkenntnisse darüber gewinnen, wie unsere Persönlichkeit und unsere Lebenserfahrungen unsere Widerstandsfähigkeit (Resilienz) und unsere Krankheitsbewältigungsstrategien beeinflussen, wie diese individuell gefördert werden können und wie damit zusammenhängenden Schwierigkeiten in der psychotherapeutischen und der ganzheitlichen körperlich-psychisch-sozialen (biopsychosozialen) Behandlung gezielt begegnet werden kann.

 

1.2. Welche Daten werden erhoben?

Im Rahmen dieser Studie werden Sie im ersten Teil online Fragebögen beantworten. Die Fragen umfassen einige grundlegende Angaben wie etwa Ihr Alter, Ihr Geschlecht und Ihre Ausbildung. Anschließend werden detaillierte Fragen zu Ihrer Persönlichkeit, Ihren Gefühlen und Ihrem gefühlsbezogenen Verhalten gestellt. Ihre Lebens- und Beziehungserfahrungen stehen im Zentrum dieser Studie. Ein besonderes Augenmerk wird zudem auf Ihre allgemeine Gesundheit, Ihre Widerstandsfähigkeit und Beschwerden gelegt. Ihre Krankheits- und Stressverarbeitung wird mit darauf ausgerichteten Fragen untersucht.

Im zweiten Studienteil findet gegebenenfalls ein persönliches diagnostisches OPD-Interview (Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik) vor Ort in unserer Abteilung statt. Darin berichten Sie über Ihr Leben und gegebenenfalls über Ihre Beschwerden und beantworten Fragen, um Ihre Persönlichkeit in einem persönlichen Gespräch kennenzulernen. Das Interview führt ein:e hochqualifizierte:r und im diagnostischen Verfahren OPD zertifizierte:r Expert:in vom Forschungsteam der Studie.

Ihre Angaben werden streng vertraulich entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen zum Datenschutz behandelt und dienen ausschließlich wissenschaftlichen Zwecken. Sie werden so ausgewertet, dass keine Rückschlüsse auf Sie als Person möglich sind. Die Ethikkommission der Medizinischen Universität Graz hat diese Studie geprüft und genehmigt. Alle Informationen zum Datenschutz finden Sie nachfolgend gesondert unter „Datenschutz“.

 

Für weitere Fragen im Zusammenhang mit dieser Studie stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich hierzu an:

 

Dr.in Afrodita Latifi

Universitätsklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Medizinische Universität Graz

Klinische Abteilung für medizinische Psychologie, Psychosomatik und Psychotherapie

E-Mail: afrodita.latifi@medunigraz.at

Tel.: +43 316 385 84853 (Erreichbarkeit: Montag bis Freitag, 9:00 bis 12:00 Uhr)

 

1.3. Wie läuft die Studie ab?

Die Studie besteht aus zwei Teilen:

Im ersten Studienteil bearbeiten Sie Fragebögen online oder wahlweise in unserer Klinischen Abteilung für medizinische Psychologie, Psychosomatik und Psychotherapie, die sich im LKH-Universitätsklinikum Graz-St. Leonhard am Auenbruggerplatz 3 befindet. Die Beantwortung der Fragen nimmt je nach Ihrer Geschwindigkeit in etwa 1,5 bis 2 Stunden Ihrer Zeit in Anspruch.

Im zweiten Studienteil findet, wenn Sie den ersten Studienteil abgeschlossen haben, gegebenenfalls ein persönliches OPD-Interview vor Ort in unserer Klinischen Abteilung statt, das in etwa 1,5 Stunden Ihrer Zeit in Anspruch nimmt. Falls Sie daran teilnehmen sollen, melden wir uns bei Ihnen zur Terminvereinbarung. Es steht Ihnen selbstverständlich frei, am zweiten Teil der Studie teilzunehmen oder nicht.

1.4. Welche Risiken bzw. mögliche Begleiterscheinungen sind mit der Studienteilnahme verbunden?

Es handelt sich bei dieser Untersuchung um eine Fragebogen- und Interviewstudie. Es erfolgt keinerlei invasiver Eingriff (keine Blutabnahme oder dergleichen), keine Behandlung, keine Intervention, keine experimentelle Variation oder Manipulation. Die klinisch und wissenschaftlich erprobten Verfahren, die eingesetzt werden, sind großteils Bestandteil der grundlegenden psychosomatisch-psychotherapeutischen Diagnostik, die als Standarddiagnostik allem voran in psychosomatisch-psychotherapeutischen Kliniken angewendet wird. Durch Ihre Beantwortung der Fragebögen ist nicht mit einer klinisch relevanten anhaltenden psychischen Belastung zu rechnen.

Ihr OPD-Interview wird zur Qualitätssicherung standardmäßig als Videoaufzeichnung mit Ton angefertigt. Dadurch ist eine hochqualitative Auswertung Ihres Interviews durch mindestens zwei unabhängige, zertifizierte und erfahrene OPD-Diagnostiker:innen gewährleistet. Hiermit entsteht Ihnen kein Nachteil, sondern durch die objektivere Diagnostik allenfalls ein Vorteil.

Bei psychodiagnostischen Erstgesprächen kommt es regelmäßig zur Aktivierung psychisch belastender Themen. Unter Umständen können belastende Inhalte stärker in Ihr Bewusstsein rücken. Dies kann, wenn auch selten, zu einer kurzdauernden psychischen Belastung und unter Umständen zu einer geringgradigen emotionalen Destabilisierung führen, wobei Sie sich kurze Zeit unwohl fühlen könnten und stärker an belastende Themen aus Ihrer Lebensgeschichte denken könnten. Dies gilt allerdings für jedes psychodiagnostische Erstgespräch und wird durch die Studie nicht forciert. Mit einem durch Ihre Studienteilnahme entstehenden erhöhten Risiko im Vergleich zu herkömmlichen psychotherapeutischen bzw. psychiatrischen ambulanten Erstkontakten ist nicht zu rechnen.

Falls es Ihnen nach dem OPD-Interview nicht gut gehen sollte oder Sie etwas nachbesprechen möchten, sprechen Sie nach dem Interview Ihre:n OPD-Interviewer:in an oder melden sich nachträglich bei der Studienleitung unter den angegebenen Kontaktdaten. In unserer Spezialambulanz für Persönlichkeit, psychodynamische Diagnostik und Psychotherapie (PDP-Ambulanz) steht Ihnen eine stabilisierende psychotherapeutische und gegebenenfalls auch psychiatrische Krisenintervention durch qualifizierte Expert:innen vom Studienteam zur Verfügung.

 

1.5. Freiwilligkeit / Rücktritt

Ihre Teilnahme an der Studie erfolgt freiwillig. Falls Sie teilnehmen möchten, bitten wir Sie, die beiliegende Einwilligungserklärung zu unterzeichnen. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit ohne Angabe von Gründen widerrufen, ohne dass Ihnen dadurch Nachteile entstehen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Nutzung der Daten bleibt davon jedoch unberührt. Bitte beachten Sie die zusätzlichen Hinweise in den Informationen zum Datenschutz. Wenn Sie Ihre Einwilligung widerrufen möchten, wenden Sie sich bitte an die Studienleitung.

 

1.6. Entstehen mit durch die Teilnahme Kosten? Erhalte ich eine Aufwandsentschädigung?

Die Studienteilnahme ist kostenlos. Sie erhalten für Ihre Teilnahme keine Aufwandsentschädigung.

 

1.7. Habe ich einen persönlichen Nutzen?

Der größte Nutzen dieser Studie besteht im Gewinn wissenschaftlicher Erkenntnisse, die in der Folge zu einer Verbesserung der psychotherapeutischen Versorgung der Allgemeinbevölkerung beitragen könnten. Diesen Beitrag können Sie, wenn Sie das möchten, durch Ihre Teilnahme an dieser Studie leisten.

Unter bestimmten Umständen könnte Ihre Teilnahme an dieser Studie einen persönlichen Nutzen für Sie erbringen. Dies ist dann der Fall, wenn Sie nach dem Abschluss dieser Studie einen schriftlichen Befund zur OPD-Diagnostik (OPD-Befund) erhalten. Dafür müssten Sie folgende Voraussetzungen erfüllen: Teilnahme an der Studie in vollem Umfang (Ausfüllen aller Fragebögen und Absolvieren vom OPD-Interview) und zum Zeitpunkt Ihrer Teilnahme an der Studie geben Sie den Wunsch nach dem OPD-Befund an und 3.a Sie befinden sich in einer laufenden psychotherapeutischen Behandlung oder 3.b: Sie wünschen sich zeitnahe eine psychotherapeutische Behandlung.

Im OPD-Befund wird das Ergebnis der Basisdiagnostik und die psychodynamische Empfehlung einer möglichen psychotherapeutischen Schwerpunktsetzung erfasst. Der OPD-Befund kann in die bestehende oder anschließende psychotherapeutische Behandlung hineinfließen und eine zielgerichtete psychotherapeutische Behandlung ermöglichen, woraus sich gegebenenfalls für Sie indirekt ein Vorteil ergeben könnte.

 
In dieser Umfrage sind 5 Fragen enthalten.

2. Datenschutz

 

Bei den Daten, die im Rahmen dieser klinischen Studie von Ihnen erhoben und verarbeitet werden, ist grundsätzlich zu unterscheiden zwischen

 

  1. jenen personenbezogenen Daten, anhand derer Sie direkt identifizierbar sind (z.B. Name, Geburtsdatum, Adresse, Bildaufnahmen...),
  2. pseudonymisierten (verschlüsselten) personenbezogenen Daten, bei denen alle Informationen, die direkte Rückschlüsse auf Ihre Identität zulassen, durch einen Code (z. B. eine Zahl) ersetzt bzw. (z.B. im Fall von Bildaufnahmen) nicht gemeinsam mit personenbezogenen Daten gespeichert werden. Dies bewirkt, dass die Daten ohne Hinzuziehung zusätzlicher Informationen und ohne unverhältnismäßig großen Aufwand nicht mehr Ihrer Person zugeordnet werden können; und
  3. anonymisierten Daten, bei denen eine Rückführung auf Ihre Person nicht mehr möglich ist.

In dieser Studie werden personenbezogene (Basis- und Kontaktdaten, Bild- und Tondaten) und pseudonymisierte (verschlüsselte) Daten erhoben. Vor der Datenerhebung mit Fragebögen erstellen Sie nach einer Vorgabe Ihr persönliches „Codewort“, das sogenannte Pseudonym. Dieses verwenden Sie während Ihrer gesamten Studienteilnahme. Ihre Studiendaten werden von Ihren persönlichen (personenbezogenen) Daten (Basis- und Kontaktdaten, Bild- und Tondaten) streng getrennt gespeichert. Zur Auswertung Ihrer für den wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn relevanten Daten werden diese nur Ihrem Code (Pseudonym) zugeordnet, nicht Ihren personenbezogenen Daten (Basis- und Kontaktdaten, Bild- und Tondaten). Mit Ihrem Code können Ihre aus allen Fragebögen wie auch aus Ihrem OPD-Interview gewonnenen Daten einander zugeordnet und somit die für die wissenschaftlichen Fragestellungen relevanten Parameter miteinander in Verbindung gesetzt werden, ohne dass ein Rückschluss auf Ihre Identität möglich ist. Diese Form der Verschlüsselung Ihrer Daten mit einem Codewort bzw. Pseudonym nennt man eine Pseudonymisierung.

 

Zugang zu Ihren personenbezogenen, nicht verschlüsselten Daten (Basis- und Kontaktdaten, Bild- und Tondaten), die von den verschlüsselten, mit Ihrem Code versehenen Daten streng getrennt aufbewahrt werden, haben die Studienleitung und Mitarbeiter:innen des Studienzentrums, die an der klinischen Studie oder Ihrer medizinischen Versorgung mitwirken. Ihre Daten sind gegen unbefugten Zugriff geschützt. Zusätzlich können autorisierte und zur Verschwiegenheit verpflichtete Beauftragte sowie Beauftragte von in- und/oder ausländischen Gesundheitsbehörden und jeweils zuständige Ethikkommissionen in die nicht verschlüsselten Daten Einsicht nehmen, soweit dies für die Überprüfung der ordnungsgemäßen Durchführung der klinischen Studie notwendig bzw. vorgeschrieben ist.

 

Eine Weitergabe Ihrer Daten erfolgt nur in verschlüsselter oder anonymisierter Form. Auch für etwaige Publikationen werden nur die verschlüsselten oder anonymisierten Daten verwendet.

Sämtliche Personen, die Zugang zu Ihren verschlüsselten und nicht verschlüsselten Daten erhalten, unterliegen im Umgang mit den Daten der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sowie den österreichischen Anpassungsvorschriften in der jeweils gültigen Fassung.

 

Im Rahmen dieser klinischen Studie ist keine Weitergabe von Daten in Länder außerhalb der EU vorgesehen.

Sie können Ihre Einwilligung zur Erhebung und Verarbeitung Ihrer Daten jederzeit widerrufen. Nach Ihrem Widerruf werden keine weiteren Daten mehr über Sie erhoben. Die bis zum Widerruf erhobenen Daten können allerdings weiter im Rahmen dieser klinischen Studie verwendet werden.

Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben haben Sie außerdem, sofern dies nicht die Durchführung der klinischen Studie voraussichtlich unmöglich macht oder ernsthaft beeinträchtigt, das Recht auf Einsicht in die Ihre Person betreffenden Daten und die Möglichkeit der Berichtigung, falls Sie Fehler feststellen. 

Sie haben auch das Recht, bei der österreichischen Datenschutzbehörde eine Beschwerde über den Umgang mit Ihren Daten einzubringen (www.dsb.gv.at).

 

Die voraussichtliche Dauer der klinischen Studie ist 18 Monate ab rechtsgültigem Ethikvotum. Die Dauer der Speicherung Ihrer Daten über das Ende der klinischen Studie hinaus ist durch Rechtsvorschriften geregelt.

 

Falls Sie Fragen zum Umgang mit Ihren Daten in dieser klinischen Studie haben, wenden Sie sich zunächst an die Studienleitung. Diese kann Ihr Anliegen gegebenenfalls an die Personen, die am Studienzentrum für den Datenschutz verantwortlich sind, weiterleiten.

 

Zur vollständigen Information werden hier die Kontaktdaten der Datenschutzbeauftragten der Medizinischen Universität Graz und der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft m.b.H. sowie die Kontaktdaten der Patient:innen und Pflegeombudsschaft vom Land Steiermark angeführt:

 

Datenschutzbeauftragte der Medizinischen Universität Graz:

z.H. Koordinationsstelle Datenschutz

Tel.: +43 316 385 74032

E-Mail: datenschutz@medunigraz.at

 

Datenschutzbeauftragte der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft m.b.H. - Verantwortlicher im Sinne der DSGVO - c/o Datenschutz:

Adresse: Stiftingtalstraße 4–6, 8010 Graz

Tel.: +43 316 340 5115

E-Mail: datenschutz@kages.at

 

PatientInnen- und Pflegeombudsschaft des Landes Steiermark

Haus der Gesundheit

Adresse: Friedrichgasse 9, 8010 Graz

Tel.: +43 316 877 3350

E-Mail: ppo@stmk.gv.at